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Mein Schreibjahr 2016 | Jahresrückblick #Autorenwahnsinn

Als ich mir eben meine Monatsrückblicke der letzten Monate angesehen habe, um eine Collage für die 31 Tage #Autorenwahnsinn-Challenge von Schreibwahnsinn zusammenzustellen, wurde mir noch einmal bewusst, was für ein grandioses Jahr das eigentlich war. Und dass ein einzelner Facebookpost dafür nicht ausreicht, denn - wie kann es anders sein - möchte ich noch ein paar Worte darüber verlieren. Es bietet sich einfach an, einen kleinen Blogpost für euch zu verfassen, um das Jahr 2016 Revue passieren zu lassen.

Januar

Der Januar war noch geprägt von der Veröffentlichung meines Blogging Guides im Dezember 2015. Krass, dass das jetzt schon so lange her ist. Außerdem habe ich mir vorgenommen, an jedem Tag im Jahr mindestens 200 Wörter zu schreiben. Diese kleine und eigentlich machbare Challenge habe ich nicht geschafft - jedenfalls nicht, wenn man, wie ich es vorhatte, an Projekten geschriebene Wörter dazu zählen möchte. Zur Mitte des Jahres habe ich #200für2016 dann im Sande verlaufen lassen, denn ich kam ja auch so voran und wie man sehen kann, habe ich doch so einiges erreicht.

Voller Hoffnung und Motivation stürzte ich mich auf die weitere Überarbeitung von Ein Hauch von Rauch und Asche - symbolisch dargestellt durch den Hirsch; eine meiner Inspirationen.

 

Februar

Das schlechte Gewissen machte sich breit, dass ich endlich mal an meiner Bachelorarbeit schreiben sollte, und so lief bei meinen Romanprojekten eher weniger. Was aber anlief war mein Youtube-Kanal. Oh Gott, war ich aufgeregt und gespannt, wie das werden würde. Ich hatte eine ungefähre Vorstellung, was ich machen wollte, und wollte - wie immer eigentlich - viel zu viel ...

 

März

Endlich, endlich habe ich im März begonnen, meine Bachelorarbeit zu schreiben. Wurde ja langsam auch mal Zeit. Außerdem besuchte ich das erste Mal die Leipziger Buchmesse, traf alte Bekannte wieder und lernte neue Menschen kennen. Eine tolle Messe, die mich vor allem dadurch beeindruckte, dass mich andere Menschen sahen. Creepy Gefühl, wenn man von anderen aufgrund seiner Social-Media-Aktivitäten auch im RealLife erkannt wird. Das ist mega!

 

Nach der Buchmesse ging es aufregend weiter: Ich entschied mich, den Marketing-Kurs bei Annika zu machen und habe es bis heute nicht bereut. Ich habe echt einiges gelernt und mache mir seitdem ein paar Gedanken mehr zu dem, was ich da eigentlich veranstalte.

 

April

Camp NaNoWriMo. Ein krasser Schreibmonat. Erst einmal schrieb ich immer noch an meiner Bachelorarbeit, deren Wörter ich nicht mitzählte, setzte mir das Ziel von 50.000 Wörtern, vielleicht etwas utopisch, wenn man bedenkt, dass ich gerade meine Abschlussarbeit schrieb :D, und die Idee zu 30 Tage Schreibchallenge pflanzte sich in meinen Kopf. Die Nachfrage bei meinen NaNos, ob überhaupt Interesse an so einem Buch bestehen würde, wurde durchweg positiv und mehr als euphorisch beantwortet. Nun denn, ein neues Geheimprojekt wurde konstruiert und geplant.

 

Mai

Abgabe meiner Bachelorarbeit und damit ein Schritt in eine seltsame Art der Freiheit. Ein bisschen Nostalgie (die Unizeit war vorbei), Ungewissheit und Angst (was kommt jetzt?) und panische Gedanken (würde ich überhaupt bestehen?)

Durch die letzten Wochen, des kreativen Tals (woher auch immer dieses Gefühl kam, denn untätig war ich ja auch im kreativen Bereich nicht gerade - vielleicht war es auch nur aufgestaute Energie durch das Schreiben meiner Bachelorarbeit), dachte ich mir mal eben, ich mache mir eine neue Webseite. Und zwar nicht mit Vorlage oder vorgefertigtem Template, nein, ich schrieb sie mit Anleitungen aus dem Internet selbst. (Was hab ich mir dabei nur gedacht? Ich saß stundenlang ohne Pause vor dem PC. Im Mai. Ich Freak!)

Außerdem entschied ich mich dafür, Ein Hauch von Rauch und Asche erst einmal (oder für immer?) in die virtuelle Schublade zu verbannen. Ehrlich, ich hatte keinen Bock mehr darauf. Ich hasste meinen Schreibstil, der durch das wissenschaftliche Schreiben echt gelitten hatte ... Und ich litt mit ihm. Eine furchtbare Zeit. Dennoch packte ich ein neues Projekt an, eine Idee, die eines Nachts im Traum kam. Eine sehr eklige Idee ... Aber ich musste sie unbedingt in einer Geschichte verwursten, meine Fantasie spielte förmlich verrückt. Ich lag einfach so, wenn mir danach war, mitten in meiner Wohnung mit geschlossenen Augen auf dem Fußboden, vor mir mein WhiteBoard und dachte an der Story herum: Mermaid. Symbolisch dafür das Bild, auch eine Inspiration, vom Mann und der Frau in der Mitte der Collage oben.

 

Juni

Die Rohfassung von 30 Tage Schreibchallenge war geschrieben. Yeah! Ich flog förmlich durch die Seiten und liebte es, mich in die Zeilen fließen zu lassen. Dieses Buch ist sowas von Ich :D 

Außerdem feierte das Schreibmeer am 1. Juni seinen ersten Geburtstag *platzt vor Stolz* und ich besuchte die 1. Internationale Autorenmesse in Frankfurt. Auch dort traf ich viele, viele neue und alt bekannte Gesichter. Es tut einfach so unglaublich gut, unter Autoren zu sein <3

 

Juli

Der Härtetest für 30 Tage Schreibchallenge, das Manuskript ging während des 2. Camp NaNoWriMos an die Testleser, um auf Herz und Nieren geprüft zu werden. Ich schrieb in dieser Zeit an Mermaid, doch die Unzufriedenheit über meinen Schreibstil hielt an. Für #30TSC war das kein Problem, der Sachbuchstil ist dem wissenschaftlichen Schreiben nicht so unähnlich und es war okay, dass ich mich kurz fasste, aber ein Roman darf auch Beschreibungen enthalten. Etwas, was mir eigentlich nie schwer gefallen war, nun aber irgendwie nicht mehr funktionierte. Mir wurde klar, dass ich wieder versuchen musste, zurück zu den Ursprüngen meines Schreibens zu kommen. Seit Monaten und Jahren beschäftigte ich mich mit dem Plotten, mir der Struktur von Geschichten, mit dem Überarbeiten ... Dabei hemmt das doch irgendwie meine Kreativität, den Teil in meinem Gehirn, der einfach nur Geschichten in den tollsten Farben ausmalen will. Ich beschloss, die nächsten Schreibprojekte ohne Plotten anzugehen - auch wenn ich in meinem 2. Ratgeber etwas ganz anderes empfehle :D Nun ja, jeder muss da seinen eigenen Weg finden, und es auszuprobieren, ist sicher nicht die schlechteste Idee ;)

 

August

Pause.

Die Ereignisse der letzten Wochen und Monate nagten an mir und so beschloss ich, mich für eine Weile zurückzuziehen. Ich nahm mir das Sommerloch frei und verschwand einfach so aus meinem Onlineleben. Am Anfang war es hart und ungewohnt, doch irgendwie war es auch eine interessante Erfahrung. Außerdem bekam ich für ein paar Wochen besuch und arbeitete an dem Manuskript von #30TSC. Meine Testleser/-schreiber haben ganze Arbeit geleistet. An dieser Stelle: Ich danke euch von ganzem Herzen, ihr habt dieses Buch zu dem gemacht, was es jetzt ist <3

 

September

Nach meinem Ostsee-Urlaub kehrte ich mit ganzer Energie zurück. Die Deadline für die Veröffentlichung von #30TSC stand fest und mein Marketingplan auch.

 

Oktober

Wie geplant veröffentlichte ich meinen 2. Ratgeber Anfang Oktober. 30 Tage Schreibchallenge ist das erste Buch, mit dem ich mich marketingtechnisch wirklich etwas getraut habe. Viel konnte ich aus dem Kurs von Annika mitnehmen und fand es toll, mich da auszuprobieren. Planung ist wichtig!, aber ich habe auch gemerkt, dass die spontanen Dinge fast noch besser ankommen, als das, was lange geplant ist :)

Das Buch war da. Und es machte mich glücklich und stolz. Ich könnte immer noch platzen <3

Außerdem stand die Frankfurter Buchmesse an und auch wenn ich leider kein Taschenbuch von #30TSC mitnehmen konnte, war sie ideal, um die Werbetrommel zu rühren. Wieder traf ich viele, tolle Menschen. Es ist einfach zu schön, zu sehen, wie man von Messe zu Messe vertrauter miteinander wird und sich im Umfeld anderer, verrückter Menschen einfach pudelwohl fühlt - auch wenn die Menschenmassen jedes Mal aufs Neue furchtbar anstrengend sind.

 

November

Ich hatte mir geschworen, nachdem ich #30TSC veröffentlicht habe, endlich an meinen Romanprojekten zu arbeiten. Und so schnappte ich mir das Manuskript von Back to the Roots, das schon seit dem Sommer angelesen in meiner Wohnung Staub ansetzte.

Das war mein NaNoWriMo-Projekt: Überarbeiten. Symbolisch dafür seht ihr oben auf der Collage den Spruch I see humans but no humanity.

Kein toller NaNoWriMo und ich werde, sowie es mir möglich ist, zum nächsten Schreibmonat wieder das Schreiben einplanen. Es heißt Schreibmonat, verdammt, da überarbeitet man nicht!

Ich habe wirklich gelitten und viel Motivation hatte ich auch nicht.

Ende November ging es dann zum zweiten Mal für mich zur BuchBerlin. Diesmal war sie schon etwas größer, aber nicht weniger schön, und nach der FBM im Oktober ein bisschen erholsamer. Wieder habe ich Menschen zum ersten Mal gesehen, neu kennengelernt oder alte Bekannte getroffen. Es war eine tolle Zeit in Berlin <3

 

Dezember

Die Energie ist irgendwann raus. Nach so einem Jahr, nicht weiter verwunderlich. Dennoch habe ich mich oft zum Überarbeiten motivieren können und hoffe, Back to the Roots bald auf hungrige Leser loslassen zu können. Dennoch mache ich mir damit keinen Stress. Es kommt wie es kommt und solange ich keine Überarbeitungsroutine für mich gefunden habe, kann ich auch nicht damit planen, sodass ich mir schreib- und veröffentlichungstechnisch keine konkreten Ziele für das Jahr 2017 gesetzt habe.

Nach diesem echt krassen Jahr (von dem ich vieles gar nicht mehr auf dem Schirm hatte), bin ich mega gespannt, was mir 2017 so bringen wird :)

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