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[Statistik und Meer] So war der März 2017

Wow, mein letzter Post hier in der Teestube ist tatsächlich schon einen Monat her. Um genau zu sein, ist es der Rückblick auf den Monat Februar. Allein diese Tatsache ist wohl ziemlich bezeichnend. Der März war vollgestopft mit Privatleben, Brotjob und Buchmesse. Viel mehr war wirklich nicht los. Meine Projekte liegen brach, denn obwohl ich an ihnen weiterarbeiten will, komme ich nicht voran. Bleibt mir eine halbe Stunde Zeit, daddel ich lieber auf Facebook rum - nicht, weil ich keine Lust auf meine Projekte habe, sondern um mal durchzuatmen.

Ich will mich nicht beschweren, denn eigentlich läuft mein Leben gerade super. Wäre da nicht der wehmütige Blick auf meine Ziele und das, was ich mir bereits erarbeitet habe. Vielleicht habe ich es unterschätzt, wie schwer es neben einem Brotjob in einer 40-Stunden-Woche ist, zum Schreiben zu kommen. Vielleicht überschätze ich mich selbst aber regelmäßig und hebe meine Ansprüche immer höher. Irgendwann geht nicht mehr und das ist frustrierend. Ich muss mich mit kleinen Schritten begnügen und doch fühle ich mich wie ein alter Mensch. Die erzählen einem doch so oft, dass der Kopf noch will, der Körper aber irgendwann nicht mehr mitmacht.

 

Wie so oft in den letzten Monaten muss ich priorisieren. Herausfinden, was wichtig und nötig ist, um meinen Zielen näher zu kommen, wenn auch viel langsamer als geplant. Was ich aber bei allem Ehrgeiz auch nicht vergessen darf: ich lerne noch, wie es ist zu schreiben. Ich bin noch lange kein Profi, schließlich schreibe ich meine Geschichten seit Jahren in Grund und Boden. Aber ich bleibe dran. Ich will nicht aufgeben. Und so finde ich Wege, weiter zu machen und für meinen Traum zu arbeiten - egal, wie lange ich brauche.

 

Zurück zum März. Das wohl nachhaltigste Ereignis war die Leipziger Buchmesse. Meine Lieblingsmesse, denn schon wieder hatte ich wundervolle Erlebnisse mit großartigen Menschen. Ich merke immer mehr, dass ich trotz Zweifel und Zeitmangel (siehe oben), etwas wuppen kann. Das ist wundervoll und treibt mich weiter voran. Wie auch im letzten Jahr werde ich aus dieser Messe viele Momente im Herzen behalten, die ich in schlechten Zeiten herauskramen kann, und freue mich wie verrückt aufs nächste Jahr in Leipzig - und natürlich auch auf die Frankfurter Buchmesse.

 

Social Media Update

Nachdem es aus hauptsächlich technischen sehr ruhig auf meinen Kanälen geworden ist, kann ich - Dank neuem Smartphone - alles wieder aufleben lassen. Twitter und Instagram lagen ja mehr oder weniger im Koma, dafür bin ich jetzt wieder umso motivierter dabei, auch wenn das Zeitproblem bleibt. Wer mich auf Youtube verfolgt, wird wohl bemerkt haben, dass es dort eher ruhig geworden ist. Zwar hatte ich vor, einen Vlog von der Buchmesse hochzuladen, aber mein PC ist dafür mittlerweile einfach zu langsam. Aus technischen Gründen wird es also bis auf Weiteres keine Videos mir geben. Allerdings hoffe ich, mit den Instastories einen kleinen Ersatz schaffen zu können :-)

 

Bücher und Lesen

Erstaunlicherweise bin ich was das Lesen angeht, wieder gut dabei. Es gibt Situationen, in denen ist es einfacher, zu einem Buch zu greifen und zu schmökern, als an den eigenen Geschichten zu feilen. Das ist okay und so habe ich im März ganze fünf Bücher zu Ende gelesen.

 

Gelesen

Ein bisschen peinlich ist es ja schon, dass ich Peter Pan von James Matthew Barrie erst jetzt gelesen habe. Ich mag die Geschichte total und nicht umsonst ziert seit mittlerweile fast zwei Jahren Tinkerbell meinen Unterarm. Naja, nun ist auch das Must-read für mich geschafft und ich bin sehr froh darum. Das Buch hat mit mit dem Hintergedanken, dass es ein Kinderbuch ist, richtig gut gefallen, aber auch so sehr begeistert. Ich konnte mich in die Geschichte fallen lassen und fühlte mich mehr als einmal an einen meiner Lieblingsfilme über die Verfilmung der Entstehung von Peter Pan "Wenn Träume fliegen lernen" (FINDING NEVERLAND) erinnert. Diesen kann ich euch auch absolut empfehlen, wenn ihr einfach schöne Filme mögt und dazu vielleicht mit Johnny Depp und Kate Winslet etwas anfangen könnt.

 

Dann war mit nach etwas leichterer Lektüre. Mein Sommer nebenan von Huntley Fitzpatrick hatte ich ja schon eine Weile im Hinterkopf und auf "will ich irgendwann mal lesen" geschoben. Zwar wurde auch dieses Buch ziemlich gehypt, aber dennoch hat es mir sehr gut gefallen. Ein entspanntes, leichtes Jugendbuch mit ein bisschen Liebe. Für anstrengende Tage genau das richtige 😊

 

Der Übergang von Justin Cronin hat mich begeistert und inspiriert gleichermaßen. Angefixt von Steffi "LadyoftheBooks" konnte ich dem Hype nicht widerstehen. Eigentlich bin ich mehr als skeptisch bei viel gelobten Büchern. Zu oft habe ich mich gefragt "Wie, das wars jetzt? Warum finden das alle so toll?" nachdem ich die letzte Seite gelesen habe. Viele Okay-Bücher waren dabei, aber eben auch nicht mehr. Bei dem Übergang kann ich den Hype verstehen. Ich habe lange daran gelesen (seit Dezember), aber das Buch hat mich wirklich beeindruckt. Klar hatte ich wegen der vielen Charaktere so meine Probleme. Hab ich ja immer, aber ich war trotzdem inspiriert und hoffe, einiges von der Erzählweise und dem Schreibstil für mich selbst mitnehmen zu können.

 

Das neue Jugendbuch von Laura Newman This New World habe ich nach der Buchmesse total verschlungen. Zunächst hatte ich es beim Flashmob als eBook ergattert, aber als ich es dann in echt hatte, wollte ich nicht ohne heimfahren. Wieder ein tolles Buch aus Lauras Feder und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

Neuzugänge

 

Neu dazu gekommen ist im März nur This new World von Laura Newman. Einmal als eBook und schließlich auch als Taschenbuch.

 

Ausblick

Der April wird heftig. Sowohl Brotjob bedingt, als auch schreibtechnisch. Das Camp NaNoWriMo steht an und mit 20.000 Wörtern habe ich mir ein generell für mich realistisches, zur Zeit aber annähernd utopisches Ziel gesteckt. Ob ich dieses Ziel erreiche ist erstmal nebensächlich - die Urkunde und das "Gewinnen" wären natürlich schon schön -, Hauptsache, ich bekomme "sinnvolle" Wörter für "Back to the Roots" zusammen.

 

 Und damit wünsche ich euch einen schönen April. Wir lesen uns sicher ganz bald wieder!

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