Projektupdate: Hallo Charakter!

In der letzten Woche habe ich euch davon berichtet, dass der Schreibkalender in seiner Rohfassung fertig ist. Seitdem ist viel passiert, was ich eigentlich gar nicht selbst zu verantworten hatte. In meiner Facebookgruppe habe ich gefragt, wer sich das Schätzchen mal anschauen möchte und es gab ein paar Leute, die sich gemeldet haben. Darüber bin ich super glücklich, denn wenn nochmal jemand anderes ein Auge darauf wirft, ist es wahrscheinlicher, dass sich weniger Fehler einschleichen.

Mittlerweile habe ich auch das Feedback bekommen und kann mich zeitnah darum kümmern, dieses einzuarbeiten.

Oh, und natürlich wartet da noch ein anderes Projekt auf mich. Mermaid. Am Anfang des Jahres, eher im Herbst des letzten Jahres, habe ich mir vorgenommen, ein - dieses - Jugendbuch fertig zu machen. Zumindest soweit vorzubereiten, dass es 2019 zu Testlesern, ins Lektorat und so weiter gehen kann. Was soll ich sagen? Der Kalender war eine willkommene Abwechslung, denn das Schreiben von Romanen ist verdammt nochmal überhaupt nicht einfach. Dennoch genieße ich es, denn jedes Mal, wenn ich mich damit befasse, lerne ich so unglaublich viel dazu.

 

Nicht so aber diesmal. Ich habe mich noch gar nicht mit der Geschichte beschäftigt. Nein. Ich habe gelernt. Zeichnen und Grafikdesign (selbstredend bin ich noch nicht fertig), aber während ich mich mit dem Basiswissen beschäftige, sind mir so einige Erkenntnisse gekommen. Zunächst einmal ist zeichnen genauso ein Handwerk, wie schreiben auch. Autsch!

Und dann ist es nicht schlecht, das Wesen in dem zu erkennen, was man darstellen möchte - egal ob mit Worten oder Bleistiftstrichen. Das war ein riesengroßer Aha-Effekt für mich, denn bisher, ich habe es auf Instagram bereits beschrieben, waren meine Figuren ziemlich langweilig. Das, was meine Geschichten ausmacht, ist eher das drum herum. Details in der Welt und die Handlung. Aber die Charaktere waren immer Schweigsam, zu viel ich und zu wenig sie selbst, handelten selbst fast gar nicht und würden in den aufregendsten und gefährlichsten Szenen vermutlich einfach einschlafen.

 

Warum mir das vorher nicht aufgefallen ist, weiß ich nicht. Also, es ist mir schon aufgefallen, aber ich wusste vermutlich einfach nicht, wie ich mit dieser Erkenntnis umgehen konnte. Jetzt habe ich dazu eine Strategie. Ziemlich simpel, aber ich hoffe, sie bringt mich weiter. Ich werde meine Charaktere kennenlernen, ihre Hintergrundgeschichte ausarbeiten, nicht nur benennen, und mich so von hinten an sie heranschleichen, damit sie nicht mehr so lethargisch durch die Welt wabern können. Hoffentlich!

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